Digitale Nomaden - Teil 2: MOTIVATION ⋆ Backpacker79
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Digitale Nomaden – Teil 2: MOTIVATION

Digitale Nomaden – Teil 2: MOTIVATION

Die Vorstellungen und die Realität liegen bei diesem Thema oft weit auseinander. Daher geht es in dieser Serie um Erfahrungen aus erster Hand. Basis der Serie ist mein Vortrag beim Social Media Club München vom 25. Juli, beim Themenabend „Arbeit der Zukunft“. Dort erzählte ich von meinen bisherigen Erfahrungen im vergangenen, ersten Jahr des Digitalen Nomadentums.

Teil 2 gibt Antworten auf die Frage:
Was ist die Motivation eines Digitalen Nomaden?

silhouette of meditating woman sitting in front of the red sinking sun on the beach

1. SELBSTVERWIRKLICHUNG

Sehr viele Menschen definieren Ihre Existenz über Ihre Arbeit. Vielerorts herrscht zudem ein enormes Pflichtbewusstsein, selbst bei einfachen oder schlecht bezahlten Jobs. Insgesamt kann man sicherlich behaupten, dass sich die Menschen mit ihrer Arbeit identifizieren wollen.

DAS PROBLEM
Einerseits gibt es viele stupide Jobs, die für viele Menschen einfach nicht erfüllend sind. Andererseits haben manche Arbeitnehmer Probleme mit dem Chef oder mit den Kollegen, erfahren keine Wertschätzung für ihre Arbeit, oder erhalten viel Druck durch Einsparungen.

DIE FOLGE
Ein Großteil der Lebenszeit wird mit einer Tätigkeit verbracht, die Unzufriedenheit erzeugt. Gleichzeitig ist Selbstverwirklichung – welche die Unzufriedenheit ausgleichen könnte – durch die knappen Zeitfenster in einer Festanstellungen relativ schwierig zu bewerkstelligen.

Doch Menschen wollen sich mit Ihrer Arbeit wohl fühlen und das für Ihr Einkommen tun, was sie erfüllt und ihnen Spaß macht. Ein kluger Mann hat einmal gesagt:

Finde einen Job den du liebst, und du wirst niemals in deinem Leben arbeiten müssen.

Wenn ich hingegen das Gefühl habe, dass ich lebe um zu arbeiten und dass in einem Job, der mir keinen Spaß macht, habe ich offensichtlich ein Problem.

Welche Arbeit macht mir Spaß und erfüllt mich? Diese Frage ist die Keimzelle für weitere Gedanken, die zur Recherche anregt und letztendlich zum Austausch mit anderen Menschen führen kann.

Mehr oder minder schnell wird vielen bei der Recherche klar: Das digitale Nomadentum bietet sehr viel, um gegen diese Situation etwas zu unternehmen. Denn hier lautet für viele das Motto „Arbeiten um zu Leben“.

Digitale Nomaden Teil 2 - Die Motivation

2. FREIHEIT

Collect Moments – Not Things

Als ich das erste Mal diesen Spruch gelesen habe, dachte ich einfach nur: Was für ein schöner „Spruch“.

Wenn man jedoch ein wenig tiefer geht und auf sein eigenes Leben schaut, stellt man schnell fest dass es mehr ist als nur ein Spruch. Es ist die Wahrheit, denn es sind doch fast immer die positiv besetzten MOMENTE – mit MENSCHEN an bestimmten Orten – an die man sich am liebsten erinnert.

Und weniger die Güter, die man über die Jahre angehäuft hat. Denkt man weiter darüber nach, kann die Überzeugung reifen dass Konsum materieller Dinge…

…lediglich kurze Glücksmomente erzeugen, die oft schnell vorbei sind.

…zur Folge hat, dass ich eine Verpflichtung eingehe um die Güter zu erhalten bzw. zu finanzieren.

Die Erkenntnis

Um so mehr „Krempel“ ich anhäufe, desto schwieriger ist es eine Veränderung in meinem Leben hervorzurufen.

Konsum bzw. sein Folgen zwingen mich, meinen aktuellen Lebensstil beizubehalten. Es schränkt somit meine Freiheit ein.

Um es auf den Punkt zu bringen: Eigentum raubt Zeit, Nerven und die eigene Identität.

Wir kaufen Glücksmomente, um unser arbeitsorientiertes Leben aufzuhübschen, dass wir jedoch zu einem wesentlichen Bestandteil dazu führen, um uns eben solche Glücksmomente leisten zu können.

Was für ein geniales System, dass sich vor unseren Augen immer wieder im Kreis dreht! Doch es geht noch besser: Alle im Kreis befindlichen Teilnehmer sind fest davon überzeugt, dass sie eine Gerade entlang marschieren, die Sie zu einem Ziel führt.

Diese mag für manch einen sehr negativ klingen. Ich möchte damit nicht behaupten, dass man nicht glücklich werden kann mit Konsum. Aber sicherlich schadet es nicht, sich diese Gedanken zu machen wenn es darum geht, sein Glück zu finden.

Im Spielfilm Fight Club sagt der Hauptdarsteller Brad Pitt etwas, über das es sich ebenfalls lohnt nachzudenken:

Du bist nicht dein Job. Du bist nicht das Geld auf deinem Konto. Nicht das Auto, das du fährst! Nicht der Inhalt deiner Brieftasche! Dir Federn in den Arsch zu stecken macht dich noch lang‘ nicht zum Huhn.
kosten 20 dollars

3. KOSTEN

Freiheit hat viel mit Kosten zu tun.

Hat man beim finanzieren, horten und unterhalten von materiellen Gütern noch die Wahl – ob man dies tun möchte oder nicht – sieht es bei den sog. Fixkosten anders aus. Darum kommt man für gewöhnlich nicht herum.

Der größte Posten dabei ist für gewöhnlich die monatlich zu entrichtende Miete.

Diese sind in den letzten Jahren enorm gestiegen und es fällt vielen immer schwerer, ernsthafte Reserven anzuhäufen. Dies zahlt letztendlich auf das gleiche Problem ein wie die Folgen von materiellem Konsum. Aufrechterhalten des aktuellen Lebensstils.

Schaut man sich auf der Welt um dann stellt man fest, dass die Mieten – und viele andere Ausgaben ebenfalls – in vielen Ländern weitaus geringer sind. Mehr Input zu diesem Thema hab ich im Artikel GEO Arbitrage rund um die sich daraus ergebenden Möglichkeiten zusammengefasst.

Um ein reales Beispiel zu zeigen, das hier ist ein Apartment eines thailändischen Freundes in Chiang Mai. Neues Apartment inkl. Gym und Pool Warm-Miete = 220 Euro / Monat.

Das geht auch noch deutlich günstiger, wer mit einem 20qm Zimmer zufrieden ist, zahlt nur rund 100 Euro / Monat in Chiang Mai.

Es muss also keine Bambushütte am Strand sein. Es muss sowieso überhaupt nicht am Strand sein. Digitale Nomaden leben und arbeiten von überall auf der Welt, theoretisch ist jeder Ort mit Telefon und Internetzugang denkbar.

Ganisha with yellow flowers

4. LÄNDER, MENSCHEN, ABENTEUER

Die plakativste und gerne vom Mainstream genutzte Motivation bzw. auch die Vorstellung davon, wie digitale Nomaden immer leben, darf auf dieser Liste nicht fehlen: Die Lust aufs Reisen – Länder, Menschen, Abenteuer.

Denn selbstverständlich hat die Lust auf Selbstverwirklichung und Freiheit sowie die Unlust, mit der unwiederbringlich geleisteten Miete anderer Leute ihre Häuser abzuzahlen, auch etwas mit dem Drang zu tun jetzt aufzubrechen, um neue Wege zu gehen.

Was liegt näher als dies auch wörtlich zu nehmen und seine Koffer zu packen? Fremde Länder zu entdecken, einen ganz anderen Menschenschlag kennen zu lernen und evtl. sogar das Abenteuer zu suchen?

Doch bei diesem Punkt muss auch klar sein:

Wer viel reist, hat weniger Zeit zum Arbeiten, denn Ankommen und Abreisen ist ein echter Zeitfresser. Daher reise und arbeite ich lieber in Etappen. Diese Beobachtung habe ich bei vielen Nomaden gemacht, sie sind viel unterwegs, aber eben nicht pausenlos, wie es oftmals suggeriert wird.

Soviel zum Thema Motivation eines digitalen Nomaden. Im dritten Teil geht es um die grundsätzlichen Voraussetzungen, die man entweder mitbringen oder sich aneignen sollte, um als Digitaler Nomade erfolgreich zu sein und gut schlafen zu können.

Zum Autor: Backpacker79

My name is Daniel and my journey starts in Munich, Germany. I created this blog primarily to share my passion for slow travel. I am going to document my experiences with the places I visit and the people I meet through my pictures.

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